Nachwort

Manchmal passieren die Dinge einfach so und Dir fällt nichts mehr ein, was Du noch sagen könntest. Eben noch warst Du voller Worte, Dein Herz lag offen vor Dir und Du dachtest, Du hättest endlich geschafft, es zu verstehen, zu sezieren und zu beschreiben, was es Dir mitteilen will. Und dann berührt irgendwas Deine Stirn, ein Wind von Norden oder der Flügelschlag eines unsichtbaren Vogels. Und es lenkt Dich ab von Deiner sorgfältigen Arbeit, Deinem peniblen Versuch, zu definieren, was nicht zu definieren ist. Und ehe Du Dich versiehst, sind sie weg, die Worte. Und wortlos liegt das Herz offen da und Du musst es schnell einpacken, verstecken, bevor jemand merkt, dass es da so hilflos schlägt. Denn wer soll das verstehen, dieses verletzliche Stück Du – ungeschützt und ein bisschen naiv und so unkontrolliert pochend. Wer soll es verstehen, wenn Du selbst nichts dazu sagen kannst?

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4 Antworten zu Nachwort

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