Im Vogelpark

Der Steinbrück, wie der Eichelhäher,
die machen sich das Leben schwer.
Sie krächzen, kreischen durch den Wald,
Von Ferne schon hört man sie bald.
Zerstören polternd Renommee,
Und treten jedem auf den Zeh.

Die Elster und die Merkelin,
sind beide sehr geschickt darin
Klammheimlich um die Eck‘ zu spitzen
Und Anderen Dinge zu stibitzen.
Ob Mietpreis oder Mindestlohn,
Die Angela, die hat es schon.

Die ganze bunte Vogelschar,
Ist außer sich im Wahlkampfjahr.
Die Grünen wollen Fleischwurst meiden,
Die Gelben wollen’s ihnen verleiden.
Klar kommt da gleich die Nazikeule,
Voll Schauer schüttelt sich die Eule.

Das Stimmvieh ist paralysiert,
Wird vom Geheimdienst observiert.
Doch weil das unsere Freunde sind,
Vertrauen wir auch denen blind.
Auf Twitter zwitschern alle froh,
Und senden Fotos vom Popo,
Der trotzig in der Sonne brennt,
Was? Wahlkampf ist? Der wird verpennt.

Da kann der Steinbrück noch so krächzen,
Wenn wir hier in der Sonne ächzen,
Was kümmert uns der Rest der Welt,
der Euro, das Betreuungsgeld?
Wir fühl’n uns alle vogelfrei,
trotz NSA und Schnüffelei.

So kommt es wie es kommen muss,
Das Vogelvolk wählt mit Genuss,
Die immer gleiche Merkelei,
Setzt sich ins Nest das selbe Ei.
Gestutzte Flügel sind doch besser,
als vollen Flugs ins offene Messer.
Zufrieden treten wir auf der Stelle,
Nur einer zittert – Westerwelle.

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