Sommerschön

Der Sommer verlangt uns diesmal viel ab. Nicht nur, dass man ihn immernoch nicht als App runterladen kann, nein, er stellt sich auch an als sei er ein Konzert von Amy Winehouse. Man weiß nie so genau, ob er stattfindet oder nicht und wenn ja, dann wie.

Das alles spricht aber nicht gegen Urlaub. Urlaub weniger als Abwesenheit von Arbeit und Anwesenheit von Sonne (auch wenn das natürlich der Idealzustand wäre). Als Urlaub definiere ich ab heute auch die Befreiung von allen doofen Gedanken und Zuständen, die das ganze Jahr über nerven. Man nehme dazu nur einen starken Staubsauger, halte ihn sich an ein Ohr und puste einmal kräftig durch. Was da alles rauskommt.

Wunderbar ist es, hinterher mal in den leeren Kopf hineinzuhorchen und das Echo auf sich wirken zu lassen. Wie Morgentau, so rein und klar, hört sich das an. Und plötzlich, ganz zart, ganz klein, ein wenig schüchtern noch, entstehen da Ideen. Und sie wachsen in atemberaubendem Tempo und eine von ihnen wird immer größer, auch als die anderen schon stillstehen. Es ist die Idee, dass das alles möglich ist, was Du Dir gerade ausgedacht hast. Dass Du es eigentlich bloß tun brauchst und dass es dann schon irgendwie geht. Vor allem aber, dass Du Dich niemals zwingen musst, weil die Zeit Dich dahin bringen wird, wo sie Dich hinbringen will. Und bis dahin brauchst Du Dir eigentlich gar keine Sorgen mehr machen.

Sommer ist gut. Egal, wie er sich gerade so anstellt.

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