La neige nous portera

Kann es denn sein, dass das der schönste Winter seit Erfindung des Winters ist? Dass es schneit als gäbe es kein anderes Wetter mehr, dass sich eine weiße Decke wie eine zweite, friedlichere Ebene über die Stadt legt? Dass alles nur noch Lebkuckenherzen und Laternenlicht und Pünktchen und Anton ist? Und dass es kein anderes Ziel mehr gibt, als irgendwann an einem solchen Tag in einem warmen Café zu sitzen und heiße Schokolade zu trinken, mit Sahne obendrauf (ja, Sahne!) und Baileys innen drin (ja, Baileys!)? Und aus den großen Schaufenstern zu schauen und sich schon wieder darauf zu freuen, mit dicken Stiefeln durch die weißen Wogen zu stapfen, weil wir das in unserem Leben viel zu selten gemacht haben? Dass man den Ausnahmezustand und Winterfrei ausrufen möchte, um zum kollektiven Schneeschieben aufzurufen und bei dieser Gelegenheit endlich mal die ältere Dame von nebenan kennenzulernen und ihr zu sagen, dass sie nicht allein ist? Weil, wenn es wirklich drauf ankommt, keiner von uns ganz allein sein muss?

2 Kommentare

Filed under Ichgespräche, Rein in die Stadt

2 Responses to La neige nous portera

  1. Republik Arkona

    Liebes Provinzkind, ja würdest Du Dich bitte auf den Fernsehturm stellen, nur mit Deiner schwarzen Mütze, und Winterfrei ausrufen? Der Weltempfänger gibt Dir und der alten Dame einen Baileys aus dafür.

  2. provinzkind

    So, hab’s gemacht. Winterfrei ist hiermit offiziell ausgerufen! (war ganz schön kühl da oben…)

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